Ein vertrautes Gesicht verabschiedet sich. Mit grosser Dankbarkeit blicken wir auf die gemeinsame Zeit zurück – geprägt von Zuversicht, Freundschaft und einem unermüdlichen Einsatz für unsere Pfarreien.
Lieber Joseph,
im Pfarreiblatt vom April schreibst du, dass du deine neue Aufgabe mit Gottes Hilfe vertrauensvoll angehen wirst. Bevor dies soweit ist, möchte auch ich als Verantwortlicher des Pastoralraumes Surental die Gelegenheit nutzen, um von Seite der Pastoral her für dein segensreiches Wirken zu danken.
Ich kann mich noch gut erinnern, als du als zukünftiger leitender Priester und ich als Pastoralraumleiter bei einer unserer ersten Begegnungen gefragt wurden, ob wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können. Wir beide haben mit einem Lächeln zugesagt. Nicht wissend, was uns alles erwartet und ob wir beide mit unserem «Gefühl» recht hatten.
Inzwischen sind über fünf Jahre vergangen, in denen es vieles gemeinsam zu bewältigen galt. Die pastorale Bildung des Pastoralraumes Surental zeigt auf, dass in dieser Zeit nicht nur sichtbar, sondern auch konzeptionell gewirkt wurde.
Joseph, ich kann mich nicht erinnern, dass du mir «Nein» sagtest, wenn es galt eine Aufgabe im Pastoralraum zu übernehmen. Deine Bereitschaft mitzuhelfen ist vorbildlich. Getreu dem Bibelvers aus dem Matthäusevangelium: «Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.» (Mt 25,40) engagiertest du dich grosszügig für unsere drei Pfarreien im Surental. In dir stand uns ein Mensch zur Seite, der freundschaftlich als Priester wirkte.
Wenn dich nun eine neue Aufgabe in Indien erwartet, dann hoffen wir schon, dass du dich ab und zu mit etwas «Heimweh» an uns erinnerst. Schliesslich werden auch wir dankbar an dein Mit-Unterwegs-Sein mit uns als Pfarrei-Familie zurückdenken. Wie hast du dies zu Beginn deines Abschiedswortes im April geschrieben: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Beim lachenden Auge denke ich an dein zukünftiges wissenschaftliches Wirken in Indien und beim weinenden Auge an die Tatsache, dass du bei uns in deiner Einmaligkeit eine Lücke hinterlässt.
Doch so, wie Wege zusammenfinden können, so können sie sich halt wieder trennen. Wenn sich jedoch zwischendurch so vieles ereignet hat, welches dankbar stimmt, dann findet diese Trennung doch mit einer innerlichen Bereicherung statt. Joseph daher stimmt für mich auch das Bild der «Brücke nach Indien». Ganz in der Zuversicht, dass uns die Technik hilft die örtliche Distanz zu dir zu überbrücken, wünsche ich dir im Namen des Pastoralraumes alles Gute für deine Zukunft in Indien. Möge das, was du mit der Hilfe Gottes anpackst, so gelingen, wie du es dir wünschst.
Roland Bucher, Pastoralraumleiter
Fast zwei Jahrzehnte begleitete Joseph unsere Kirchgemeinden. Nun kehrt er in seine Heimat zurück und wir sagen dankbar: Du wirst uns fehlen.
Lieber Joseph,
vor fast 20 Jahren bist du aus Indien als Seelsorger zu uns in die Schweiz gekommen. Du hast nicht nur unsere Sprache gelernt, sondern unsere ganze Kultur angenommen. Du hast das Denken der Menschen hier verstanden, unser Essen und Trinken zu schätzen gelernt und sogar das Jassen mit Freude mitgespielt. Ab und zu hast du uns auch mit einem guten Witz zum Lachen gebracht.
Du hast miterlebt, wie viele neue Gesichter kamen und wieder gingen. Für so viele warst du in dieser Zeit Halt, Zuhörer und Freund. Nun kehrst du zurück in deine geliebte Heimat. Wir danken dir von Herzen für alles, was du uns geschenkt hast.
Für deine Zukunft wünschen wir dir Gesundheit, Freude und Gottes Segen. Du wirst uns fehlen!
Deine dankbaren Kirchgemeinden!
Kirchenräte Pastoralraum Surental
Weitere Bilder der Abschiedsgottesdienste finden Sie in unserer Galerie.