Die Karwoche und die Ostertage laden uns ein, den Weg des Leidens, der Leere und der Zerschlagenheit hin zur österlichen Hoffnung mitzugehen. Ein Weg aus der Dunkelheit ins Licht. Welche Feste feiern wir in dieser Zeit?

Am Abend des letzten gemeinsamen Mahls schenkte Jesus seinen Jüngerinnen und Jüngern ein Vermächtnis: die Wandlung von Brot und Wein. Diese tiefsinnigen Handlungen erzählen eine grosse Botschaft: Gott bleibt bei uns in allem, was aus Liebe geteilt und getragen wird. Diese Handlungen sollten seine bleibende Gegenwart unter ihnen versinnbildlichen. Er forderte sie auf:
«Tut dies zu meinem Gedächtnis!» (Matthäus 26:26; Lukas 22:19.)
Die Erstkommunionkinder werden in ihrer Pfarrei bei diesen Gottesdiensten mithelfen und freuen sich auf viele Mitfeiernde.

Der Karfreitag führt uns an die Grenzen: Leiden, Ohnmacht und Abschied. Die Kirche verzichtet auf Glocken und festlichen Schmuck. Diese Stille schafft Raum für Nachdenken, Trauer und Solidarität mit allen, die Schweres tragen. Ein alter Brauch prägt diese Tage: das Rätschen. Wenn die Glocken schweigen, rufen die hölzernen Rätschen die Gläubigen zu den Gottesdiensten. Besonders eindrücklich ist, dass die JuBla Triengen diese Tradition weiterführt. Ein starkes Zeichen dafür, wie lebendig unser Glaube bleibt, wenn Generationen ihn gemeinsam tragen. In Büron und Winikon erfolgt der Ton elektronisch.

Keine Feier im Jahr ist so reich an Symbolen wie die Osternacht. Alles beginnt draussen, im Dunkeln, ein Feuer wird entzündet. Dieses Ritual verkündet den Sieg des Lebens über das Dunkle. Die Osterkerze wird am Feuer entzündet und leuchtet als Zeichen für Christus, das Licht der Welt. Von dieser einen Flamme breitet sich das Licht in die Kirche aus. Kerze um Kerze beginnt zu strahlen, und es entsteht ein Moment tiefer Verbundenheit, der viele Menschen jedes Jahr aufs Neue berührt.
Im Anschluss der Osternachtfeiern findet das traditionelle «Eiertütschen» beim Apéro statt. Sie alle sind herzlich dazu eingeladen.
Die Osterkerze brennt im Altarraum, ein Zeichen dafür, dass das Licht bleibt.
"Das Leben ist stärker als der Tod. Hoffnung ist stärker als jede Dunkelheit. Gott bleibt – in jedem Neubeginn."
Dieser Tag lädt ein, das eigene Leben aus dem Licht der Auferstehung zu betrachten: voller Dankbarkeit für das, was war, und voller Vertrauen auf das, was kommen wird.

Die Geschichte der Emmaus-Jünger zeigt, wie oft wir Gott erst dann erkennen, wenn wir zurückblicken: im gemeinsamen Unterwegssein, im Gespräch, im Teilen des Brotes. Wir erinnern uns daran, dass der Auferstandene mitten im Alltag uns begegnen kann. Nicht nur im feierlichen Gottesdienst, sondern auf unseren Wegen, Sorgen, Entscheidungen und Freuden.
10.00 Uhr, Pfarrkirche Triengen
Eucharistiefeier
