Impressionen aus dem Surental

Rückblick Projektunterricht «get out» 3. Oberstufen - Abschluss im Haus der Religionen

«Wenn Engel reisen lacht die Sonne», sagt man im Volksmund. Es waren Regen und Stürme angesagt, am zweiten Juni-Samstag. Aber eben, wenn 19 «aufgestellte» Jugendliche mit ihren Begleitpersonen unterwegs sind, dann kann es unmöglich regnen.

Im Haus der Religionen sind wir von einem Mitarbeiter der Institution herzlich begrüsst worden. Der Mann mit seinen afrikanischen Wurzeln sprach im behäbigen Emmentaler Dialekt zu uns. Die «Weite Welt» und unsere «Heimatgefühle» sind sich für uns anregend zum ersten Mal begegnet.


Gemeinsamkeiten der Religionen

In seinen Einstiegsimpulsen motivierte der Leiter die Jugendlichen mit gutgestalteten «Meinungsfragen-Blättern» zum aktiven Mitwirken auf dem Hausrundgang. Während dieser Zeit ist uns allen klar geworden, wie komplex die Welt der Religionen ist. Und trotzdem war es für uns lehrreich zu erfahren, dass es zwischen den einzelnen Glaubensrichtungen auch viel Gemeinsames gibt. Nicht nur das Christentum kennt zum Beispiel das Fasten; so begehen die Moslems ihren Ramadan und andere Religionen kennen Zeiten vom «Freiwerden» von oft hektischen Alltagsbetätigungen. Alle Religionen haben das wesentliche Gemeinsame: Am Ende der «In-sich-gehens-Zeit» gibt es Feste zu feiern – aus Freude der «Läuterung» und in der Hoffnung auf gute, kommende Momente.


Ein besonderes Juwel

Auch für die mitgereisten Jugendlichen ist eine solche Zuversicht angebracht. Nach der obligatorischen Schulzeit haben sie die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Ein Grossteil von ihnen absolviert eine Lehre, andere besuchen weiterführende Schulen. In ihrem Lebensrucksack steckt noch ein besonderes Juwel: Die Momente im Projekt «get out». Nebst dem Info-Abend (mit den Eltern zusammen) gab es einen Planungsmorgen, den Besuch der «Gassechuchi» in Luzern, Vorbereitung und Durchführung vom Wochenendgottes-dienst im Pastoralraum Surental mit dem eindrücklichen Thema: «Wo bin ich zu Hause» und zum Abschluss der Besuch im «Haus der Religionen».

Gelungenes Projektjahr

Beim abschliessenden Pizzaessen und der Zertifikatsübergabe durften die Jugendlichen und ihre Begleitpersonen auf ein äusserst positives Projektjahr zurückblicken. Mit den gesammelten Erfahrungen können wir weitere Wegstrecken unseres Daseins gehen.

Leitende «get-out»: Julia Troxler, Bernhard Meyer und Roland Bucher