Impressionen aus dem Surental

Besuch in der GasseChuchi Luzern

Am 6. November war der erste Anlass im Rahmen des ausserschulischen Religionsunterrichtes. Die 3. Oberstufen-Schüler/innen machten sich am Samstagmorgen früh auf den Weg nach Luzern. Die Jugendlichen berichten, was sie alles erlebt haben.

Nach einer informativen Präsentation bekamen wir einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen in der Gassenküche. Es gibt eine Abteilung wo Klienten/innen ihre Kleider waschen, flicken oder gar Secondhand Kleider bekommen. In einem anderen Raum werden Hygieneartikel angeboten und es besteht die Möglichkeit zu duschen. Dann kamen wir zu den Räumen, in denen die Klienten sniffen oder Koks konsumieren können. Es ist immer eine medizinische Fachperson vor Ort. Diese schaut, dass die hygienischen Bedingungen stimmen. Falls es zu Komplikationen kommt, kann sie eingreifen und handeln. Da Corona auch vor der GasseChuchi nicht Halt macht, muss sie zusätzlich schauen, dass sich nicht zu viele Klienten in einem Raum aufhalten. Nach 20 Minuten muss gewechselt werden.

Anschliessend besuchten wir noch die Umschlagplätze wo die Drogen öffentlich konsumiert werden, sowie den Schalter 20. Beim Schalter 20 kann man seine Drogen untersuchen lassen. So wissen die Klienten was drin ist, weil die Drogen oft mit harmlosen und weniger harmlosen Mitteln gestreckt werden. Wir hörten, dass der erste Drogenkonsum ein unglaublich schönes Gefühl auslöst. Dieses Gefühl will man wieder spüren oder man sehnt sich sehr danach. Die Sucht entsteht. Wir hörten aber auch, dass dieses schöne Gefühl nachher nie mehr so spürbar ist. Die Klienten wissen das und doch suchen sie es immer wieder, dieses schöne Gefühl, oft ein Leben lang.

Das Schlusswort von unserer Begleiterin war: Man muss im Leben nicht alles ausprobiert haben! Dann ging es zurück mit ganz vielen Eindrücken.